Kirchengeschichte

 

Vom Schloß führt ein Bogengang etwa 80 Meter weit westwärts zur Kirche “Mariä Empfängnis. Sie erfüllte sowohl die Aufgabe einer Schloßkirche als auch die Aufgabe einer Pfarrkirche für die Bevölkerung von Adldorf. Ursprünglich war Adldorf eine Filiale der Pfarrei Aufhausen. Im Jahre 1616 wurde Adldorf dann eine Expositur und erst 1921 zur eigenen Pfarrei. 1887, 1913-15, 1947 und zuletzt 2000/2001 wurde die Kirche innen restauriert; 1969 wurden neue Dachziegel angebracht, 1991 wurde die KIrche außen renoviert und 1993-94 wurde die Sakristei umgebaut. Erst 1949 wurde ein neuer Friedhof (damals 400 Meter außerhalb der Ortschaft- jetzt am westlichen Ortsrand) mit Gräflicher Gruft angelegt.

Die Pfarrkirche Adldorf ist Mariä Empfängnis geweiht und feiert am 8.Dezember Patrozinium. Dass Maria die für die Geschichte des Heils von Gott erwählte und von Anfang ihrer Existenz an begnadete Mutter des Erlösers ist, gehört seit jeher zu den Grundaussagen des kath.Marienbildes. Mit Mariä Unbefleckte Empfängnis ist nicht die jungfräuliche Empfängnis Jesu gemeint, sondern das Geheimnis der ohne Erbsünde empfangenen Gottesmutter, wonach Maria durch die Erlösungsverdienste Jesu Christi im Augenblick ihrer Empfängnis in ihrer Mutter Anna vor jeglichem Makel der Erbschuld bewahrt blieb. Daß es sich um eine Hofmarkskirche handelt, zeigen auch die Wappen von Adelshäusern über den Hauptbildern der Altäre. An den Seitenaltären sind es die Tattenbach-Törring, am Hochaltar das doppelwappen der Grafen von Arco auf Valley und der Grafen Marescalci.

Die handwerklich sehr gut gearbeiteten Altäre, die Kanzel und der nordseitig im Altarraum platzierte Taufstein stammen aus der Erbauerzeit und sind - für die Region sehr ungewöhnlich - aus kostbarem Stuckmarmor gefertigt. Nach einer Stellungname des Bayrischen Landesamtes für Denkmalpflege sind die Bänke auf der Empore die einzig erhaltenen Teile des originalen Gestühls des 18.Jahrhunderts. Die frühere Funktion des Gotteshauses als Pfarr-und Schloßkirche wird durch die noch vorhandenen Stuhlschilder besonders klar nachvollziehbar. Auch im weiteren Umkreis ist kein vergleichbares Gestühl erhalten.

Vom Chorraum aus durch die eine Tür an der Nordseite, ist die Johann-Nepomuk-Kapelle mit Kreuzgewölbe erreichbar. Da Johann-Nepomuk der Patron des Beichtgeheimnisses ist, steht in der Kapelle auch der Beichtstuhl. Auch die Gedenktafeln mit Inschrift für verstorbene Mitglieder des ortsansässigen Adels befinden sich etwas abgeschieden in dieser Kapelle. Die Kirche steht unter Denkmalschutz.

Auszug aus dem Kirchenführer der Pfarrei Adldorf. Der Kirchenführer ist in der Pfarrkirche in Adldorf erhältlich.

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